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Informationen zum neuen Coronavirus SARS-CoV-2 oder COVID-19

Viele von Ihnen wenden sich mit allerlei Fragen zum neuartigen Coronavirus (auch SARS-CoV-2 oder COVID-19 genannt) an unsere Krankenhäuser, weil sie verunsichert sind. Wir möchten Ihnen daher die wichtigsten bisher bekannten Fakten erläutern und Ihnen erklären wie sie am besten bei Verdacht auf die Erkrankung vorgehen.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat SARS-CoV-2 zwar als weltweiten Notfall eingestuft.
In Internet haben sowohl das „Robert-Koch-Institut“ als auch die „Bundeszentrale für Gesundheit und Aufklärung“ tagesaktuell die neuesten Erkenntnisse, Einschätzungen und Verhaltensregeln zu SARS-CoV-2. www.rki.de/ncov veröffentlicht. Internet BZGA
Telefonisch hat die hessische Gesundheitsbehörde für besorgte Bürger eine Hotline eingerichtet, die täglich zwischen 8.00 und 20.00 Uhr erreichbar ist.
TEL.:0800 5554666
Aktuell ist die Die Zahl der täglich neu übermittelten Fälle von COVID-19 in vielen Bundesländern wieder angestiegen. Dieser Trend ist beunruhigend und wird vom RKI genau beobachtet.
Im Bundesland Hessen liegt die 7-Tagesinzidenz leicht über dem bundesweiten Durchschnittswert.
Bundesweit gibt es viele kleinere Ausbruchgeschehen in verschiedenen Landkreisen, die mit unterschiedlichen Situation in Zusammenhang stehen, z.B. größeren Feiern im Familien- und Freundeskreis, Freizeitaktivitäten, an Arbeitsplätzen, aber auch in Gemeinschafts- und Gesundheitseinrichtungen. Hinzu kommt, dass COVID-19-Fälle zunehmend unter Reiserückkehrern identifiziert werden.
Eine weitere Verschärfung der Situation muss unbedingt vermieden werden. Das gelingt nur, wenn sich die gesamte Bevölkerung weiterhin engagiert, z.B. indem sie Abstands- und Hygieneregeln konsequent – auch im Freien – einhält, Innenräume lüftet und, wo geboten, eine Mund-Nasen-Bedeckung korrekt trägt
Stand 5.8.2020
Was sind Coronaviren?
In der Vergangenheit waren schwere, durch Coronaviren verursachte Krankheiten wie SARS oder MERS zwar weniger leicht übertragbar als Influenza, aber sie haben dennoch zu großen Ausbrüchen geführt, zum Teil in Krankenhäusern.
Wie kann SARS-CoV-2 übertragen werden?
Das Virus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion. Dies kann über die Schleimhäute der Atemwege direkt von Mensch zu Mensch geschehen oder indirekt über die Hände, die dann über die
Mund- oder Nasenschleimhaut sowie der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden.
Ob das Virus auch über den Stuhl übertragen werden kann ist noch nicht abschließend geklärt.
Welche Symptome können auftreten?
Coronaviren verursachen meistens milde Erkältungssymptomatik mit Fieber, Husten und Schnupfen, ähnlich einer Grippe. Ebenfalls haben viele Erkrankte akuten Verlust des Geschmacks- oder Geruchsempfindens. Einige leiden auch an Durchfällen. Sie können aber auch schwere Infektionen der unteren Atemwege verursachen, und zu Lungenentzündungen führen. Das neue Coronavirus scheint bei manchen Erkrankten, besonders Immungeschwächte mit einem schwereren Verlauf einherzugehen. Todesfälle traten allerdings bisher vor allem bei Patienten auf, die bereits zuvor an schweren Grunderkrankungen litten.

Wie lange ist die Inkubationszeit?
Derzeit wird davon ausgegangen, dass es nach einer Ansteckung bis zu 14 Tage dauern kann bis Krankheitszeichen auftreten.

Was muss ich tun, wenn ich den Verdacht habe dass ich mit SARS-CoV-2 infiziert bin?
Personen, die sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das Virus im Labor nachgewiesen wurde, die aber selbst keine Symptome haben sollten sich telefonisch an das Gesundheitsamt oder an die Bürgerhotline wenden. Dort werden dann alle weiteren Schritte mit Ihnen besprochen. Die Personen sollen unnötigen Kontakt mit anderen Personen vermeiden und zu Hause bleiben.
Bei asymptomatische Personen ist eine Testung nicht sinnvoll und wird auch nicht durchgeführt.
Bei Symptomen, wie Husten o.ä. die Husten- und Niesetikette einhalten (z.B. in die Armbeuge husten) und eine gute Händehygiene, (z.B. gründliches Händewaschen) beachten und Abstand zu anderen Personen halten.
Diese Maßnahmen sind aber überall und jederzeit angeraten.
In diesem Fall wenden sie sich telefonisch an die ärztliche Notdienstzentrale;
Tel 116 117

Muss ich immer in ein Krankenhaus gehen?
Eine Aufnahme in ein Krankenhaus ist nur in Ausnahmenfällen nötig. Die Einschätzung hierzu wird vom betreuenden Arzt mit Rücksprache des Gesundheitsamtes vorgenommen.

Wie kann ich mich vor einer Ansteckung schützen?
Wie bei einer Grippe oder anderen Atemwegserkrankungen sind die hygienischen Maßnahmen einzuhalten.
Dies sind insbesondere das Einhalten der Husten- und Niesetikette, eine gute Händehygiene, sowie Abstand zum Erkrankten(ca. 1-2 Meter)
Das Tragen eines Mund-Nasenschutz in der Öffentlichkeit ist wissenschaftlich nicht belegt. Das Tragen eines Mund-Nasenschutz bei Erkrankten ist bei Kontakt mit anderen Personen sinnvoll. Dadurch kann das Risiko einer Übertragung auf andere Personen durch Tröpfchen verringert werden (Fremdschutz)

Stand 5.8.2020

Besucherregelung August 2020:

Sehr geehrter Patient, sehr geehrte Patientin!

Um einerseits Krankenbesuche wieder zu ermöglichen und andererseits den Besucherstrom zum Schutz aller Patienten zu regulieren und nachvollziehbar zu gestalten, ist für jeden Besucher von Ihnen eine Besuchserlaubnis auszufüllen und bei der Station oder an der Zentrale abzugeben. Das Krankenhaus ist verpflichtet dieses Dokument für 1 Monat ab dem Besuch vorzuhalten und danach zu vernichten.
Jeder stationäre Patient kann innerhalb der ersten 6 Tage bis zu 2 Mal von einer festgelegten Person besucht werden; ab dem 7. Tag des Aufenthaltes ist der Besuch von der festgelegten Person täglich möglich. Die Besuchszeit ist auf maximal 1 Stunde begrenzt.
Mögliche Besuchszeiten sind 15 bis 16h oder 18 bis 19h. Um ggf. das Zusammentreffen Ihrer Besucher mit den Besuchern des Bettnachbarn zu vermeiden, sprechen Sie sich bitte ab und bitten Ihren Besucher, telefonisch eine Besuchszeit mit der jeweiligen Station zu vereinbaren: nur 1 Besucher pro Zimmer, um den Mindestabstand einhalten zu können.

Die Beachtung der Hygieneregeln ist im Rahmen der Besuche verpflichtend:
Einhalten des Mindestabstands von 1,5 Meter zu anderen Personen, Einhalten der Husten- Nies Etikette, Tragen einer akzeptablen Mund-Nasen Bedeckung (Tuch ist nicht ausreichend) und Händedesinfektion bei Betreten und vor Verlassen des Patientenzimmers; Hautkontakte, wie z.B. Hände schütteln sind zu vermeiden.